E-Business
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E-Business ist die integrierte Ausführung aller automatisierbaren
Geschäftsprozesse eines Unternehmens mit Hilfe von Informations- und
Kommunikationstechnologie.
Diese Definition zeigt, dass sich E-Business zum einen auf Transaktionskosten
durch die Integration der Geschäftsprozesse und zum anderen auf die
Durchlaufzeit bzw. Übertragungskosten durch die Automatisierung auswirkt.
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"Electronic Business" wurde durch die Firma IBM erstmalig erwähnt und geprägt.
Dennoch wird der Begriff unterschiedlich weit ausgelegt und oftmals missverständlich
verwendet.
IBM definiert
E-Business als "Neugestaltung strategischer Unternehmensprozesse und die
Bewältigung der Herausforderungen eines neuen Marktes, der sich zunehmend
durch Globalisierung auszeichnet und auf Wissen basiert."
(Staudt, 2001, S. 24)
Die strategischen Unternehmensprozesse schließen die gesamte
Wertschöpfungskette und die Beziehungen eines Unternehmens mit dessen
Partnern ein (Staudt, 2001). Diese Beschreibung des E-Business-Begriffs lässt
dennoch eine Konkretisierung der Neugestaltung offen und ebenso, mit welchen Mitteln
E-Business realisiert werden soll, obwohl der Begriff selbst eine Umsetzung
durch elektronische, also Informations- und Kommunikationstechnolgie
(IuK-Technologie) suggeriert.
Weiterhin definiert Thome E-Business als "integrierte Ausführung aller
digitalisierbaren Bestandteile ökonomischer Prozesse" (Thome, 2002, S. 151).
Diese Definition des E-Business stellt eine Beziehung zur IuK-Technologie
(digitalisierbar) her und konkretisiert die von IBM geforderte Neugestaltung
durch die integrierte Ausführung der ökonomischen Prozesse. Thome versteht
darunter also die medienbruchfreie, rechnerbasierte und automatisierte
Verarbeitung von Informationen in ökonomischen Prozessen (Thome, 2002).
Die Aussage "ökonomischer Prozesse" schließt allerdings volkswirtschaftliche
Prozesse mit ein, die laut Thome nicht Betrachtungsgegenstand sind, wenn er
definiert, dass damit sämtliche Anstrengungen gemeint sind, bei denen
Wirtschaftssubjekte Güter gegen Gegenleistung abtreten (Thome, 2002, S. 151).
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Auf Grund der zwei wesentlichen Bedeutungen des Substantivs Business lassen
sich auch zwei Bedeutungen für den Begriff E-Business ableiten. Zum einen
bedeutet es Handel, also der Prozess des Kaufens und Verkaufens von Gütern
(Oxford, 1993, Langenscheidt, 1994, Macmillan, 2002). In diesem Sinne lautet
die Übersetzung von E-Business demnach Elektronischer Handel und
"ökonomischer Prozesse" bezieht sich auf Markttransaktionen. Dies ist auch die
Bedeutung, der von Thome vorgestellten Definition (Thome, 2002).
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Zum anderen
ist mit Business das Geschäft im Sinne von Unternehmen gemeint
(Oxford, 1993, Langenscheidt, 1994, Macmillan, 2002), so dass eine Übersetzung
auch Elektronisches Geschäft oder Elektronisches Unternehmen
lauten kann.
"Ökonomischer Prozesse" bezieht sich dann auf die Gesamtheit der
Geschäftsprozesse, die auch die Markttransaktionen mit einschließen. Diese
Definition ist im Sinne der von IBM vorgestellten Idee des E-Business
(Staudt, 2001).
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Auch die von Thome verwendete Aussage digitalisierbare
Bestandteile ist ungenau, da sie sich nur auf die Strukturebene der Intergration
bei der
Automatisierung bezieht und die Automatisierung der Verhaltensebene ausschließt.
Der Begriff digitalisierbar sollte durch automatisierbar in Bezug auf
IuK-Technologien ersetzt werden, da somit die Struktur- und die Verhaltensebene
einbezogen werden. Außerdem wird durch den Begriff automatisierbar deutlich,
dass die Restriktionen Wirtschaftlichkeit und technische Machbarkeit erfüllt
sein müssen, um einen Geschäftsprozess durch E-Business abbilden zu können.
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Demnach bedeutet E-Business, die integrierte Ausführung aller automatisierbaren
Geschäftsprozesse eines Unternehmens mit Hilfe von Informations- und
Kommunikationstechnologie.
Diese Definition zeigt, dass sich E-Business zum einen auf Transaktionskosten
durch die Integration der Geschäftsprozesse und zum anderen auf die
Durchlaufzeit bzw. Übertragungskosten durch die Automatisierung auswirkt.
Da Integration aber
zunächst auf der organisatorischen Seite stattfindet und diese dann mit Hilfe von
IuK-Technologien, soweit technisch realisierbar, automatisiert werden kann,
ist eine erfolgreiche Durchführung von E-Business an organisatorische
Anpassungen, wie die Prozess-, die Aufgaben- und die Datenintegration, gebunden.
Demnach kann E-Business die Erfolgspotentiale zwar generieren, aber sie können
nur durch die Umstrukturierung organisatorischer Abläufe abgerufen werden
(Thome, 2002).
Mehr dazu in unserem Buch "Architekturen für das E-Business"
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- Langenscheidt (1994): Business. In Langenscheidts Universal-Wörterbuch - Englisch, S. 43. Langenscheidt Berlin, 49. Auflage.
- Macmillan (2002): Business. In M. Rundell (Hrsg.), Macmillan English Dictionary - For advanced learners of american english, S. 180 f. Macmillan Publishers Limited.
- Oxford (1993): business. In L. Brown (Hrsg.), The New Shorter Oxford English Dictionary on Historical Principles, Band 1 A-M. Oxford University Press.
- Staudt, E. (2001): Die mobile Gesellschaft. In H. U. Buhl (Hrsg.), Information Age Economy - 5. Internationale Tagung Wirtschaftsinformatik, S. 15 ff. Physica-Verlag.
- Thome, R. (2002): e-Business. Informatik Spektrum, Band 25 Heft 2, S. 151 ff.
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